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Kaffeehausliteratur der 8AG

Um auf den Spuren der Kaffeehausliteraten der Wiener Moderne zu wandeln, begaben sich die Schüler/-innen der 8AG gemeinsam mit ihrer Deutsch-Professorin am Donnerstag, dem 12.Dezember 2019, nach Wien, wo sie sich auch selbst an den historischen Stätten, wie z.B. dem Café Central, dem Café Landtmann, dem Café Prückl und noch einigen anderen mehr, als Kaffeehausliteraten versuchten (siehe 2 Texte als Beispiel unterhalb). Außerdem wurden auch architektonische Sehenswürdigkeiten, wie die Secession (siehe Bild), das Looshaus, die Postsparkasse, die Stadtbahnhäuschen und das Majolika-Haus auf der Wienzeile besichtigt. „Ein gelungenes Eintauchen in die Zeit der Jahrhundertwende“, war die einhellige Meinung aller.

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TEXT 1

Der Kaiserschmarrn und die Eigenheiten der Gäste

Kaiserschmarrn – eine österreichische Spezialität, bereits im 19. Jahrhundert heiß begehrt und vergöttert. Doch was ist das Besondere daran? Die Rosinen? Der Zucker? Oder eine spezielle Geschmacksnote? Das Fräulein zu meiner Rechten hat sich soeben einen solchen bestellt. Mit knurrendem Magen und hungrigen Augen starrt sie das Bild des Gerichts auf der Speisekarte an. Wie groß doch ihre Vorfreude ist!

Erwartungsvoll sieht sie sich im Kaffeehaus um, in der Hoffnung, den Kellner zu erblicken, der sie von ihrem Hunger befreien sollte – vergeblich! Einstweilen muss sie sich mit ihrer heißen Schokolade zufriedengeben. Sie nimmt einen Schluck und verzieht das Gesicht. „Der schmeckt irgendwie komisch.“, sagt sie zu ihren drei Freundinnen. Sie reicht das Häferl umher und lässt sie alle nacheinander kosten. Die eine bestätigt: „Ja, der schmeckt… anders.“ Eine andere präzisiert die Geschmacksnote: „Der Kakao hat einen äußerst vollen Geschmack, ich glaub da ist Schlagobers anstatt von Milch drinnen.“

Die heiße Schokolade bleibt unberührt vor ihr stehen.

„DAS LASS ICH MIR NICHT NEHMEN, KARL! WIR SIND STOLZE ÖSTERREICHER! JETZT SOLLEN WIR DIESEN LEUTEN AUCH NOCH ARBEIT GEBEN!“, ertönt es währenddessen vom Nebentisch. Zwei Männer in Anzug führen eine hitzige Diskussion über die Österreichs Einwanderungsbilanz, die ihrer Meinung nach viel zu hoch ist. Den Stolz kann man ihnen nicht nehmen, aber die Arbeit schon – die Konkurrenz am Arbeitsmarkt ist groß. Scheinbar dürften sie viel zu verlieren haben…

Inzwischen ist auch schon der Kaiserschmarren zum Tisch der Mädchen gebracht worden. Ein feiner Duft, der mein Herz erwärmt, weht zu mir herüber. Der Zwetschkenröster und das Apfelmus haben auch bereits ihren Platz am Tisch gefunden. Sie fangen an zu essen. Sie nimmt die Gabel, lädt sich einen Happen Kaiserschmarren auf und befördert ihn in ihren Mund. Während des Kauvorgangs wird dieser immer moderater bis sie schließlich aufhört zu kauen, ein Glas Wasser nimmt und den Bissen runterspült. Sie verzieht das Gesicht und ihre zuvor so erfreute Mimik wird schlagartig ernst und angewidert. Sie rätselt und rätselt und kommt nicht darauf was mit dem Kaiserschmarrn nicht stimmte. Ihre Freundin isst ebenfalls ein Stück der Speise. Sie wartet bis sie die Speise verzehrt hat. Dann fragt sie sie: „Das schmeckt komisch, oder? Irgendwas is da drinnen was nicht reinpasst. Ist das Zitrone drinnen? Da gehört doch keine Zitrone rein?!“ Die Freundin entgegnet: „Da ist doch keine Zitrone drinnen! Überhaupt finde ich eigentlich, dass er gut schmeckt.“

„Was? Echt? Nein der schmeckt ur komisch!“, erwidert die erste angewidert und verwundert. Die Diskussion setzt sich fort bis beide schließlich den Kaiserschmarren aufgegessen haben. Noch immer im Ungewissen über die „geheime“ Zutat. Sie werden es vermutlich nie herausfinden, denn ich wollte auch einst nachfragen, was diesen Kaiserschmarrn im Landtmann so besonders macht, aber sie wollten es mir einfach nicht verraten. Wahrscheinlich hat das etwas mit einem geheimen Familienrezept zu tun. Ich weiß es auch nicht. Das sind alles nur Spekulationen.

 

(Agnes Gumprecht)

 

TEXT 2

Im Kaffeehaus

Die Füße tun weh,

draußen ist Schnee,

es riecht nach Kaffee,

des is jo gonz sche!

 

Ein kleiner Kakao,

der ist heiß, au!

Es liegt etwas in der Luft –

es ist Kaffeeduft!

 

Kaffeegeruch und Zuckerguss,

für alle Naschkatzen ein Muss,

darum sind wir heute da,

im Café Hawelka!

 

(Isabell Widauer, Hanna Oppelmayer, Linda Oppelmayer)

 

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